Welche Botschaft verbirgt sich eigentlich hinter dem Wunsch, für die eine oder andere Situation etwas mehr Mut zu haben? Schon einmal darüber nachgedacht?
Daher war es mir wichtig, zunächst einmal genau diesen Punkt mit den Kindern zu klären: „Und wenn Du da etwas mutiger sein wolltest… hast Du Dir das denn nicht zugetraut?“
Darauf aufbauend besprachen wir einige Erfahrungen, durch die die Kinder mit Stolz feststellten, dass sie es ja doch geschafft hatten! Und das ist ja mal eine ganz andere Botschaft an mich selbst, richtig?
Die lautet dann plötzlich: Ich habe es geschafft! Also kann ich es ja doch!“ Oder: „Ich bin mutig! Denn ich war mutig genug, DAS zu schaffen.“
Im nächsten Schritt ging es darum, sich „vor dem inneren Auge“ das Wort MUT vorzustellen. War es zuvor noch in dicken schwarzen Buchstaben zu sehen, erstrahlte es nach der vorhergehenden Übung eher bunt, hell, in Regenbogenfarben oder einfach nur in viele kleine bunte Punkte eingebettet.
Genau dieses Bild brachten die Kinder als möglichen ersten Entwurf mit Buntstiften zu Papier und suchten sich im Anschluß einen der glitzernden weißen Stein aus. Manch ein Kind gestaltete daraufhin auch den ersten Entwurf um.
Die Stimmung und Atmosphäre im Raum war von Stille ebenso wie von Begeisterungsausbrüchen geprägt, was die innere Auseinandersetzung mit dem Thema Mut deutlich machte. Sie erklärten ihre eigenen Ideen und schauten anerkennend zum anderen, der seine persönliche Beziehung zum Wort Mut ganz anders darstellte.
Zu meiner Überraschung wurden dann die ersten Striche auf den Steinen weniger zögerlich gezogen, als ich vermutet hatte. Denn obwohl den Kindern klar war, dass es diesen einen Stein ja nur einmal zum Anmalen gibt, schienen sie sich in der Umsetzung sehr sicher zu sein. Dabei wurde auch sehr wenig gesprochen und – ich kann es nicht anders beschreiben – es herrschte eine ganz besondere Stimmung im Malzirkuswagen: angenehm und entspannt, aber auch irgendwie aufgeregt und „knisternd“.
Bevor es in die Entspannungsreise ging, hieß es, erst einmal wieder in Bewegung zu kommen, um auch Gedanken und Gefühle abzuschütteln – sich frei zu machen. Den Luftballons draußen nachzulaufen oder ihnen hinterher zuspringen, damit sie vom Wind nicht weggetragen werden, bietet da eine super Möglichkeit und macht auch noch Spaß 
In der Imagination ging es dann noch einmal darum, die Wahrnehmung der eigenen Stärken zu vertiefen.
So endete dann auch (leider) dieser wundervolle Nachmittag irgendwann, für den sich die Kinder sehr warmherzig bedankten.
– Gaby Hammer








